Idee
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Ausgangslage
Ob man eine Familie gründen oder in eine Wohngemeinschaft ziehen
möchte, ob die Trennung einer Beziehung notwendig wird oder ob man
in einer vernünftigen Nähe zu alten Eltern oder großen
Kindern wohnen möchte, oft passt die Wohnungsgröße nicht
mehr zur aktuellen Lebenslage. Daher wird bei Veränderung der Lebenssituation
meist auch ein Wohnungswechsel notwendig. Dieser braucht einen enormen
Aufwand und bringt oft ungewollt den Verlust der vertrauten Umgebung mit
sich.
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Obwohl in der Gesellschaft ein rasanter Wandel stattfindet
und Familien- und Arbeitswelt sich bereits grundlegend verändert
haben, richtet der Wohnungsmarkt seine Angebote immer noch auf die traditionelle
Klein-Familie aus. Auch Singlewohnungen und Seniorenresidenzen
sind keine ausreichende Antwort auf die aktuellen Bedürfnisse.
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So ist beispielsweise die Betreuung von Kindern, Alten oder Kranken,
die Versorgung bei eigener Krankheit oder die Instandhaltung der Wohnung
für berufstätige, allein stehende, kranke oder ältere Personen
nur schwer zu bewältigen. Verwandte und Nachbarn stehen immer weniger
als Hilfe zur Verfügung, und so bringt die Abwicklung des täglichen
Lebens für immer mehr Menschen enorme finanzielle und organisatorische
Belastungen mit sich. Zunehmend werden professionelle Dienstleistungen
wie Babysitter, Pflege- und Betreuungspersonen, Handwerker oder Hilfsangebote
der Gemeinden wie Essen auf Rädern, Heimhilfe etc. in Anspruch genommen.
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Zudem verlangt die Aufsplitterung der Generationen, der
Verlust der Nachbarschaft und lebendiger Grätzel im städtischen
Bereich vom Einzelnen Höchstleistungen bei der Organisation von sozialen
Kontakten. Mit der neuen Freiheit droht daher vor allem in den Städten
eine neue Isolation, die enorme Probleme für den Einzelnen und für
das Gemeinwesen mit sich bringt.
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Auch der Arbeitsmarkt ist in rasanter Veränderung begriffen. Es
geht nicht nur darum, die Zahl der Arbeitsplätze zu erhöhen
sondern auch deren Qualität. Die zunehmende Anonymität und Versachlichung,
die zur Zeit in Wirtschaftsbeziehungen dramatisch anwächst, führt
keineswegs nur zu einer Steigerung der Produktivität, sondern auch
zu massiven physischen und psychischen Belastungen der Menschen. Dies
wiederum erzeugt rückwirkend auch Probleme in den Unternehmen. Das
Verhältnis von Leistung und Lebensqualität droht aus dem Gleichgewicht
zu kippen.
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Um diese neuen Herausforderungen zu meistern, wird als
Ergänzung zur öffentlichen Hand vermehrt auch private Initiative
notwendig sein, bzw. brauchen private Initiativen die Unterstützung
durch den politischen Willen und die Kooperation mit kommunalen Institutionen.
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